SKG - Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V.[http://www.skgev.de/SKG-Nachrichten | Druckdatum: 21.11.2017]

SKG-Nachrichten

12.09.2016

Bessere Personalausstattung für die Krankenhäuser gefordert


Krankenkassen und Landesregierung müssen handeln

Der Geschäftsführer der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG), Dr. Thomas Jakobs teilt mit:
Der Vorstand der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG) stellt fest, dass die Arbeitsbelastungen für die Beschäftigten in den 22 saarländischen Krankenhäusern äußerst schwierig sind. Deshalb fordert er einstimmig, die Finanzierung aller Krankenhausbehandlungen im Saarland deutlich zu verbessern. Sollten bundesgesetzliche Regelungen dem im Wege stehen, fordert er die Landesregierung auf, entsprechende Initiativen im Bundesrat einzubringen.

Kategorie: SKG-Nachrichten

„Die Anzahl der Pflegekräfte in den saarländischen Krankenhäusern muss im Interesse der Patientinnen und Patienten aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spürbar steigen, die dadurch entstehenden Kosten müssen vollständig von den Krankenkassen refinanziert werden. Um die Pflege noch mehr als bisher von pflegefremden Tätigkeiten zu entlasten, fordern wir zusätzlich den Einsatz von Betreuungskräften und Springern wie im Altenpflegebereich. Und natürlich müssen auch diese Stellen vollständig von den Krankenkassen bezahlt werden. Auch muss dem drastisch gestiegenen Dokumentationsaufwand in der Stationspflege mit einer Personalaufstockung Rechnung getragen werden.“

Auch wäre den saarländischen Krankenhäusern spürbar geholfen, wenn die Krankenkassen zeitnah die ihnen in Rechnung gestellten Krankenhausbehandlungen bezahlen würden. Im ersten Quartal 2016 beliefen sich diese Außenstände auf mehr als 42 Millionen Euro.

Eine weitere Forderung des SKG-Vorstandes betrifft die Krankenpflegeausbildung: Auszubildende in der Pflege sollen nicht mehr auf den Personalschlüssel der Stationen angerechnet werden und die für sie notwendige Praxisanleitung muss auskömmlich finanziert werden.

An die Adresse der Landesregierung richtet der SKG-Vorstand die Forderung, die Investitionsförderung für Krankenhäuser, die Aufgabe der Länder ist, spürbar anzuheben. Das unabhängige Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus  (InEK) hat für das Saarland einen jährlichen Bedarf von 80 Mio. Euro errechnet, dem stehen aber lediglich 28,5 Mio. Euro an Haushaltsmitteln für die Investitionsförderung in Krankenhäusern zur Verfügung. Die stellvertretende SKG-Vorsitzende Dr. Susann Breßlein sagt dazu: „Wie für die Innere Sicherheit gilt auch für die Krankenhausversorgung: Geld darf keine Rolle spielen, wenn Menschen auf eine Krankenhausbehandlung angewiesen sind.“

Die Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG) ist der Zusammenschluss von 13 Krankenhausträgern mit 21 Krankenhäusern im Saarland. Rund 280.000 Patienten werden jährlich in den saarländischen Krankenhäusern umfassend stationär behandelt. Auch ambulante Behandlungen nehmen einen immer größeren Stellwert ein.  Die saarländischen Krankenhäuser erbringen hierfür das gesamte Leistungsspektrum der medizinischen und pflegerischen Versorgung. Die Einrichtungen sind zugleich einer der bedeutendsten Arbeitgeber des Saarlandes. Knapp 13.000 Menschen der verschiedensten Berufe beziehen ihr Einkommen von den in der SKG zusammengeschlossenen Krankenhäusern. Etwa 2.200 Ausbildungsplätze stehen für die Gesundheitsfachberufe zur Verfügung, aber auch in kaufmännischen und technischen Berufen bilden die Krankenhäuser aus.

Die SKG vertritt seit 1950 die Interessen der 21 öffentlichen und freigemeinnützigen Krankenhäuser des Saarlandes in der Landes- wie Bundespolitik und nimmt ihr per Gesetz übertragene Aufgaben wahr.

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