SKG - Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V.[http://www.skgev.de/SKG-Nachrichten | Druckdatum: 18.11.2017]

SKG-Nachrichten

21.09.2015

Bundesweiter Aktionstag der Krankenhäuser am 23.09.2015 – „Kran-kenhausreform – So nicht“


Aktive Mittagspause am 23. September 2015 in allen saarländischen Krankenhäusern

Um die Rahmenbedingungen einer hochwertigen Patientenversorgung in den Krankenhäusern weiterzuentwickeln, ist eine Krankenhausreform sinnvoll und notwendig. Der vorliegende Gesetzentwurf des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) verkennt aber die Realität in den Kliniken. Statt den finanziellen Druck auf die Krankenhäuser zu lindern, wird er durch neue milliardenschwere Kürzungen erhöht. Weiterer Abbau von Pflegestellen wird die Folge sein: Ausbaden müssen das die Patientinnen und Patienten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Krankenhäusern. Die konstruktiven Vorschläge der Kliniken und des Bundesrates werden von der Koalition in Berlin ignoriert. Die Sorgen der Krankenhäuser und ihrer Beschäftigten werden nicht ernst genommen.

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In diesen Tagen treten die parlamentarischen Beratungen zum Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) in die entscheidende Phase. Daher machen die Klinikmitarbeiter in ganz Deutschland mit einem Aktionstag auf ihre Situation aufmerksam und protestieren gegen die Sparpläne der Bundesregierung für die rund 2.000 deutschen Krankenhäuser. Auf Initiative der Deutschen Krankenhausgesellschaft kommen am 23. September 2015 tausende Krankenhausmitarbeiter aus den 16 Bundesländern zu einer zentralen Kundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin zusammen. Gleichzeitig finden bundesweit „Aktive Mittagspausen“ vor den Toren der Krankenhäuser statt – so auch in nahezu allen saarländischen Krankenhäusern.

Bereits beim Saarländischen Firmenlauf am 16.07.2015 in Dillingen sind Pflegekräfte aus vielen saarländischen Kliniken unter dem Slogan „Wir laufen am Limit“ angetreten. Beim ver.di-Aktionstag im Juni 2015 haben sie mit Nachdruck eine deutliche Verbesserung der Personalausstattung gefordert. In Briefen an die saarländischen Bundestagsabgeordneten und die beiden saarländischen Bundesminister Peter Altmaier und Heiko Maas haben sie auf die prekäre Lage ihrer Krankenhäuser hingewiesen. Tausende von Unterschriften gegen die Reformpläne der großen Koalition in Berlin haben sie gesammelt und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe am 17.09.2015 bei seinem Besuch in Saarbrücken überreicht.

Der Vorsitzende der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e.V., Manfred Klein, fordert die Gesundheitspolitiker in Bund und Land auf, die berechtigten Anliegen der Krankenhäuser und ihrer Mitarbeiter endlich ernst zu nehmen. „Lassen Sie Ihren Worten auch Taten folgen. Bloße Solidaritätsbekundungen sind Schall und Rauch, wenn der Gesetzentwurf nicht an maßgeblichen Stellen korrigiert wird. Wir brauchen eine auskömmliche und gerechte Finanzierung der Krankenhausleistungen, damit wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch angemessen und fair bezahlen können.“

Die Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger im Saarland. Sie vertritt seit 1950 die Interessen der gegenwärtig 21 öffentlichen und freigemeinnützigen Krankenhäuser des Saarlandes in der Landes- wie Bundespolitik und nimmt ihr per Gesetz übertragene Aufgaben wahr. Die saarländischen Krankenhäuser versorgen jährlich stationär etwa 300.000 Patienten. Mit zusammengenommen rund 14.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind sie einer der größten Arbeitgeber des Saarlandes.

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