SKG - Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V.[http://www.skgev.de/SKG-Pressemitteilungen | Druckdatum: 22.11.2017]

SKG-Pressemitteilungen

18.09.2015

SKG überreicht Offene Briefe mit nahezu 6.200 Unterschriften


Appell der saarländischen Krankenhäuser an Minister Gröhe: „Beenden Sie den Etikettenschwindel des Krankenhausstrukturgesetzes!“

Kategorie: SKG-Pressemitteilungen

Die 21 saarländischen Krankenhäuser haben Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe in offenen Briefen, die von ca. 6.200 Mitarbeitern, Patienten und Angehörigen unterschrieben wurden, dringend um Korrekturen am Krankenhausstrukturgesetz gebeten. Diese offenen Briefe wurden Minister Gröhe im Rahmen des Saarländischen Pflegekongresses im Saarbrücker Schloss von den beiden Vorsitzenden der Saarländischen Krankenhausgesellschaft (SKG), Manfred Klein und Klaus-Dieter Hielscher, überreicht.

„Der Entwurf für das Krankenhausstrukturgesetz stellt für die Versorgung der jährlich rund 275.000 stationären Patientinnen und Patienten im Saarland eine große Gefahr dar. Die ohnehin schwierige finanzielle Lage der 21 saarländischen Krankenhäuser wird sich dadurch weiter verschlechtern“, so Manfred Klein. Die fortdauernden Kosteneinsparungen mit einer verschärften Rationierung würden die Krankenhäuser im Saarland und die Menschen in der Region sehr belasten. Unter dem weiter steigenden finanziellen Druck und dem zu erwartenden bürokratischen Mehraufwand werde es schwer, dass die Krankenhäuser ihre hervorragende medizinische Position halten und eine qualitativ gute Versorgung der Bevölkerung gewährleisten können, die sich an den Bedürfnissen der Saarländerinnen und Saarländer orientiert.

Aus Sicht der SKG wird die Krankenhausreform auf dem Rücken der 13.000 saarländischen Krankenhausmitarbeiter ausgetragen, da ihnen weitere Lasten auferlegt werden und die Sparvorgaben eine weitere Arbeitsverdichtung nach sich ziehen werden. „Das Pflegestellenförderprogramm können nur wenige saarländische Krankenhäuser nutzen, und dann auch nur als Tropfen auf den heißen Stein“, so Klein.

Die saarländischen Krankenhäuser und ihre rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter appellieren daher in dem offene Brief an Minister Gröhe, den Etikettenschwindel zu beenden und den Krankenhäusern mit dem Gesetz die erforderlichen Instrumente an die Hand zu geben, um eine qualitativ hochwertige, am Patientenwohl orientierte, gut erreichbare und sichere Krankenhausversorgung auch in Zukunft gewährleisten zu können.

Die Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger im Saarland. Sie vertritt seit 1950 die Interessen der gegenwärtig 21 öffentlichen und freigemeinnützigen Krankenhäuser des Saarlandes in der Landes- wie Bundespolitik und nimmt ihr per Gesetz übertragene Aufgaben wahr. Die saarländischen Krankenhäuser versorgen jährlich stationär etwa 275.000 Patienten. Mit zusammengenommen rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind sie einer der größten Arbeitgeber des Saarlandes.

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