SKG - Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V.[http://www.skgev.de/SKG-Nachrichten | Druckdatum: 22.11.2017]

SKG-Nachrichten

22.03.2016

Kommunaler Investitionsfonds - Saarländische Krankenhäuser gehen leer aus


Von den rund 75 Mio. Euro, die der Bund von 2016 bis 2018 finanzschwachen Kommunen im Saarland für Investitionen zur Verfügung stellt, werden die 21 saarländischen Krankenhäuser wohl nichts erhalten.

 


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Weder das saarländische Innenministerium noch die Bürgermeister und Landräte wollen die Krankenhäuser im Land mit Mitteln aus dem Investitionsfonds für finanzschwache Städte und Gemeinden unterstützen. Der Vorsitzende der Saarländischen Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG), Manfred Klein, bedauert diesen Vorgang. „Das ist umso ärgerlicher, weil der Bund ausdrücklich in seiner Beschreibung der Verwendungszwecke die Krankenhäuser als erstes genannt hat.“ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe habe noch bei einer Veranstaltung der Gesundheitsregion Saar im vergangenen Herbst darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung den Investitionsstau an Krankenhäusern lindern wolle. „Alle Krankenhäuser sind Teil der kommunalen Infrastruktur, auch wenn sie nicht von der Kommune getragen werden.“

Die Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V. (SKG) ist der Zusammenschluss von 13 Krankenhausträgern mit 21 Krankenhäusern im Saarland. Rund 280.000 Patienten werden jährlich in den saarländischen Krankenhäusern umfassend stationär behandelt. Auch ambulante Behandlungen nehmen einen immer größeren Stellwert ein.  Die saarländischen Krankenhäuser erbringen hierfür das gesamte Leistungsspektrum der medizinischen und pflegerischen Versorgung. Die Einrichtungen sind zugleich einer der bedeutendsten Arbeitgeber des Saarlandes. Knapp 13.000 Menschen der verschiedensten Berufe beziehen ihr Einkommen von den in der SKG zusammengeschlossenen Krankenhäusern. Etwa 2.200 Ausbildungsplätze stehen für die Gesundheitsfachberufe zur Verfügung, aber auch in kaufmännischen und technischen Berufen bilden die Krankenhäuser aus.

Die SKG vertritt seit 1950 die Interessen der 21 öffentlichen und freigemeinnützigen Krankenhäuser des Saarlandes in der Landes- wie Bundespolitik und nimmt ihr per Gesetz übertragene Aufgaben wahr.

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