SKG - Saarländische Krankenhausgesellschaft e.V.[http://www.skgev.de/Wörterbuch | Druckdatum: 21.11.2017]

Wörterbuch

A-BeBu-EinEin-GemGes-KamKas-LeiLei-QuaQua-VW-Z

Einzelförderung

Die Kosten für Neu-, Um- und Erweiterungsbauten von Krankenhäusern werden im Rahmen der Einzelförderung auf Antrag von den Ländern finanziert.


Ergebnisindikator

Ein Ergebnisindikator misst die Qualität des Behandlungsergebnisses. Er zeigt, wie oft ein gewünschtes, manchmal auch ein unerwünschtes Behandlungsergebnis, festgestellt wird.


Europäische Krankenversichertenkarte (EHIC)

Die Europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, kurz: EHIC) wurde 2004 für die Inanspruchnahme medizinischer Leistungen im europäischen Ausland eingeführt


Externe Qualitätssicherung nach Landesrecht gemäß § 112 SGB V

Auf der Landesebene sind möglicherweise weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen vorgeschrieben (§ 112 SGB V). Das Krankenhaus kann zusätzliche Angaben dazu machen, etwa darüber, welche Ergebnisse es erzielt hat oder welche Qualitätsverbesserungen erreicht werden konnten. Das kann für Sie interessant sein, wenn Ihre Erkrankung nur auf Landesebene in die externe Qualitätssicherung einbezogen ist.


Externe vergleichende Qualitätssicherung

Das Hauptziel externer stationärer Qualitätssicherung ist, die medizinische und pflegerische Leistung der Krankenhäuser in Deutschland qualitativ zu verbessern und vergleichbar zu machen. In keinem anderen Land der Welt gibt es derzeit ein vergleichbares nationales Verfahren zur Qualitätsdarstellung, das alle Krankenhäuser einschließt und auf medizinische und pflegerische Ziele ausgerichtet ist.

Dem Verfahren liegt folgendes methodisches Prinzip zugrunde: Die Behandlung aller Patienten eines Krankenhauses wird in ausgewählten Bereichen (z. B. gynäkologische Operationen) anhand zuvor festgelegter Qualitätsmerkmale (Qualitätsindikatoren) dokumentiert. Diese Daten werden an zentrale externe Stellen (AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen) sowie die jeweiligen Landesgeschäftsstellen Qualitätssicherung übermittelt und dort ausgewertet. Die Vertrauenswürdigkeit der Daten wird mit Hilfe eines Validierungsverfahrens überprüft.

Die Ergebnisse der Auswertung werden den Krankenhäusern zurück gespiegelt. So hat jedes Krankenhaus die Möglichkeit, den eigenen Leistungsstand in Relation zu anderen einzuschätzen und konkrete Ansätze für die Qualitätsverbesserung zu entwickeln. Zudem gibt es in jedem Bundesland Fachgruppen, die die Ergebnisse ebenfalls analysieren und bei auffälligen Daten Gespräche mit den Krankenhäusern führen (Strukturierter Dialog). Wird ein Defizit festgestellt, werden qualitätsverbessernde Maßnahmen eingeleitet.


Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte

Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte beschreiben die medizinischen Behandlungen bzw. Operationen, auf die ein Krankenhaus sich im besonderen Maße konzentriert. Die Angaben beruhen in der Regel auf der Selbsteinschätzung der Krankenhäuser. Meistens arbeiten mehrere Fachabteilungen dabei zusammen. Auch Fachabteilungen können eigene Versorgungsschwerpunkte haben. 

Ein Beispiel für einen fachabteilungsübergreifenden Versorgungsschwerpunkt sind Tumorzentren oder onkologische Schwerpunkte (oder Ähnliches). Sie koordinieren die Betreuung von Krebspatienten in einer Region und verankern einheitliche Standards für Diagnostik und Therapie. Die Patienten werden durch Vertreter verschiedener Fachrichtungen (interdisziplinär), etwa durch Chirurgen, internistische Krebsspezialisten, Strahlen- und Schmerztherapeuten betreut, mit dem Ziel einer aufeinander abgestimmten Behandlung.

Hinter dem Begriff „-Zentrum“ verbergen sich nicht unbedingt einheitliche Anforderungen an Struktur und Qualität der Einrichtung.


Facharzt

Nach einer mehrjährigen Weiterbildung und nach dem erfolgreichen Ablegen einer Facharztprüfung darf sich ein Arzt in Deutschland Facharzt nennen. Die Landesärztekammern stellen für ihren Zuständigkeitsbereich das Reglement über Weiterbildungsinhalt, Zeitdauer und Anrechnung in Form einer Weiterbildungsordnung auf.


Fachexpertise

Die „Fachexpertise der Abteilung“ gibt an, welche Qualifikationen und Zusatzweiterbildungen die dort tätigen Fachärzte haben.


Fachkliniken

Fachkliniken sind auf einzelne Krankheitsbilder spezialisiert oder haben nur eine Fachabteilung. Beispielsweise sind dies psychiatrische Fachkliniken oder eine Klinik für Orthopädie.


Fahrtkosten

Wenn eine Fahrt zusammenhängend mit einer Krankenhausleistung medizinisch erforderlich ist, übernimmt die Krankenkasse die Fahrtkosten. Das GKV- Modernisierungsgesetz sorgte für eine Reduzierung des Anspruchs auf Fahrtkosten. Versicherte müssen jeweils eine Zuzahlung von zehn Prozent der Kosten leisten. Dies umfasst Kosten von mindestens 5 Euro und höchstens 10 Euro. Die restlichen 90% werden bei Rettungsfahrten, Fahrten zur stationären Krankenhausbehandlung, Krankentransporten und Fahrten zur ambulanten Behandlung sowie bei Fahrten zur vor- und nachstationären Behandlung und dem ambulanten Operieren übernommen.


Fallpauschalen

Bei der Fallpauschale handelt es sich um einen Festpreis für eine definierte Krankenhausbehandlung. Diese Definition kann entweder aufgrund der zu erbringenden Leistung (z. B. einer bestimmten Operation) oder durch die zu behandelnde Erkrankung (Diagnose) erfolgen.


Fallzahl

Die Fallzahl ist ein Maß für die Größe eines Krankenhauses. Sie gibt die Anzahl der (stationär, teilstationär oder ambulant) behandelten Patienten eines Jahres wieder. Jeder Patient wird bei einem Krankenhausaufenthalt einmal gezählt.


Fertigarzneimittel

Fertigarzneimittelt sind im Voraus hergestellte Arzneimittel, die der Verbraucher in bestimmten Packungsgrößen erhalten kann.


Fortbildung

Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten sind durch das Berufsrecht alle fünf Jahre dazu verpflichtet, sich fortzubilden. Wird keine Fortbildungsmaßnahme ergriffen, erfolgen zunächst Honorarkürzungen. Wird die Fortbildung auch in den nächsten zwei Jahren nicht nachgeholt, muss die Kassenärztliche Vereinigung unverzüglich die Entziehung der Zulassung beantragen. Fortbildung ist nach dem GKV-Modernisierungsgesetz notwendig, um eine Versorgung auf dem aktuellen medizinischen Stand gewährleisten zu können.


Früherkennung

Gesundheitliche Früherkennung bedeutet Schutz vor Gesundheitsschäden und dient der Feststellung noch symptomloser Krankheiten in einem frühen Krankheitsstadium. Zur Aufwertung von Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge sind verschiedene Untersuchungssmöglichkeiten eingeführt worden. Der Gesundheits-Check-Up ist eine Maßnahme effektiver Gesundheitsfürsorge und dient der Prävention und Früherkennung von Zivilisationskrankheiten, wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Lungenleiden, Leiden des Magen-Darm-Traktes oder des Stoffwechsels sowie bösartiger Erkrankungen.


Gemeinsamer Bundesausschuss

Oberstes Beschlussgremium der gemeinsamen Selbstverwaltung der Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland.


Gemeinschaftspraxis

Eine Gemeinschaftspraxis ist ein wirtschaftlicher und organisatorischer Zusammenschluss von zwei oder mehreren Ärzten. Diese teilen in Kooperation ihre Praxisräume. Im Abrechnungsverhältnis zur Kassenärztlichen Vereinigung werden Gemeinschaftspraxen als wirtschaftliche Einheit betrachtet. Der Zulassungsausschuss muss die Gemeinschaftspraxis genehmigen. Auch eine fachübergreifende Kooperation, sofern sich die Ärzte auf ein Fachgebiet beschränken und die freie Arztwahl des Patienten nicht beeinträchtigt wird, muss erst genehmigt werden.